Das
Kloster Die
Schaetze St.
Katherine Mosesberg
Abgelegen
und geschuetzt durch die sie umgebenden majestaetischen Berge
liegt das Katherinenkloster, eine der Hauptattraktionen auf dem
Sinai.

Das Kloster liegt am Fusse
des Mosesberges, wo Moses die 10 Gebote empfangen haben soll.
Christliche Moenche, auf der Suche nach weltlicher Abgeschiedenheit,
siedelten in der Region des heiligen Berges seit Beginn des fruehen
Christentums.
Nach einem ihrer Besuche liess die Herrscherin Helena, die Mutter
Konstantin des Grossen, im Jahre 330 eine Kapelle an die Stelle
des Brennenden Dornbusches bauen und weihte sie der Jungfrau Maria.
Reiseberichte von Pilgern erzaehlen von Massakern, denen viele
Moenche zum Opfer fielen. Im Jahre 527 schliesslich ordnete der
Herrscher Justinian den Bau einer Festung an. Zum Andenken befinden
sich, eingraviert ueber der stabilen hoelzernen Eingangstuer,
die Namen von Justinian, seiner Ehefrau Theodora und des Architekten
Stephanos.
St. Katherin ist eine der aeltesten christlichen Kloester und
die kleinste Diozese der Welt. Die Moenche von heute sind griechisch
orthodox und stammen aus den verschiedenen Laendern. Das wohlhabende
Kloster unterhaelt Branchen in Kairo, Zypern und Kreta.
Die
Kirche der Verklaerung
ist in Form einer Basilika gebaut und in 3 Bereiche unterteilt:
Narthex, wo einige der kloesterlichen Ikonen ausgestllt sind,
der Hauptteil der Kirche, und Apsis mit dem Altar. Zu den eindrucksvollen
Kunstwerken aus 15 Jahrhunderten gehoeren die Kronleuchter,
jedes mit dem Ei eines Strausses dekoriert; als auch die Ikonen,
darunter die beruehmte Ikonostasis, in der Johannes der Taeufer,
die Heilige Jungfrau, Jesus Christus und die Hl. Katherina dargestellt
werden. Der groesste Schatz des Klosters ist ein Mosaik aus
dem 6. Jhd., das die Auferstehung Christi zeigt.
Fuer den Besucher ist nur die Basilika zugaenglich.
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Die
Kapelle ist der geheiligte Bereich des Klosters. Hier stand
einmal der Dornbusch, der ausserhalb der Kapelle umgepflanzt wurde
und von einer kleinen Mauer umgeben ist. Jeden Sonntag halten
die Moenche ihre Lithurgie in der Kapelle. Jeder der die Kapelle
betritt, muss dies ohne Schuhe tun gemaess dem Bibelspruch: "…ziehe
deine Schuhe aus, denn der Boden auf dem du stehst, ist heiliger
Boden..." (Exodus 3:5)
Der Glockenturm
ist ausgestattet mit 9 Glocken verschiedener Groesse und einer
antiken Holzglocke. Waehrend die hoelzerne Glocke taeglich genutzt
wird, laeuten die metallenen Glocken nur an Sonn- und Feiertagen.
Die Moschee
wurde 1106 wahrend der Aera des Kalifen Hakim gebaut, um das Kloster
vor den unberechenbaren Launen des gewalttaetigen Kalifen zu schuetzen.
Eine Legende besagt ausserdem, dass eine Delegation der Moenche
den Propheten Muhammed um Schutz ersuchte. In einem Dokument erklaert
der Prophet:” …. Ich werde ihr Beschuetzer sein… es ist nicht
erlaubt … einen Priester zur Aufgabe seiner Religion zu bewegen,
noch einen Einsiedler aus seiner Zelle …”
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Die
Ikonen
Die kleine Diozese ueberlebte nicht nur in einer Islamischen
Umgebung; sie konnte auch die reiche Ikonensammlung bewahren.
Im Jahre 730 bannte der Herrscher Leo alle religioesen Bilder
und ordnete deren Zerstoerung an, da die bildliche Darstellung
entgegen dem 2. Gebot der Gebote war. Die Bilderstuermerei artete
in Vandalismus aus und ging mit der weltweiten Zerstoerung unzaehliger
Ikonen einher. Viele Christen starben waehrend der Auseinandersetzungen
um den Bilderstreit. In einem Konzil im Jahre 787 wurde schliesslich
erklaert, dass Jesus zwei Naturen besass, die goettliche (unantastbare)
und die menschliche, welche sehr wohl fuer die Darstellung in
Bilder verwendet werden darf.
Mehr als 2000 Ikonen
befinden sich im Besitz des Klosters. Sie widerspiegeln die
christliche Geschichte, erzaehlen von der Trennung zwischen
Ost- (Byzantin) und Westkirche (Rom) waehrend der Zeit des Ikonoklasmus,
fuehren bis in das 18. Jahrhundert, als die Ikonenmalerei in
St. Katherin schliesslich ein Ende fand.
Die Buecherei
enthaelt eine der umfassendsten Sammlungen der Welt. Von 6000
Manuskripten sind 3000 antik, einige sogar aelter als das Kloster.
Geschrieben in griechisch, arabisch, hebraeisch, syrisch, armenisch,
koptisch, polnisch und slavisch behandeln die Manuskripte religioese,
wissenschaftliche, liturgische und historische Themen. Der Codex
Syriacus aus dem 5. Jahrhundert ist eine Uebersetzung der Gospel
auf syrisch und damit eine der aeltestens Uebersetzungen der
Bibel in eine andere Sprache ueberhaupt. Es ist die aelteste
nach dem Diebstahl des Codex Sinaiticus durch von Tischendorff
im Jahre 1859. Der Codex Sinaiticus datiert aus dem 4. Jahrhundert
und ist wie der Codex Vaticanus die erste Kopie der griechischen
Bibel. Der Codex Sinaiticus ist weit besser und vollstaendiger
erhalten.
Die Kontroversen, was Fiktion in den neueren Versionen der Bibel
ist, gehen weiter, besonders im Zusammenhang mit der Entdeckung,
dass in den Gospeln des Markus, die aelteren Ursprungs sind,
viele der geschaetzten biblischen Erzaehlungen nicht vorkommen.
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Hl.
Katherina
Die Legende erzaehlt, dass die jungfraeuliche Katherina im 4.
Jahrhundert einen Martyrertod starb. So heisst es, dass sie
die noble Tochter einer Adelsfamilie aus Alexandria war. Eine
Schoenheit und sehr bewandert in Philosophie, Prosa, Mathematik
und Sprachen versuchte sie den Herrscher Maximanus fuer das
Christentum zu gewinnen. Durch ihr erstaunliches Wissen, Rhetorik
und Logic beeindruckt konvertierten viele im engsten Zirkel
Maximanus. Der Herrscher blieb unbeeindruckt und verurteilte
sie zum Tode. Katherina wurde auf ein Rad gebunden und gevierteilt.
Doch wie durch ein Wunder ueberlebt sie diese Folter und wurde
schliesslich gekoepft.
Die Kirche von Alexandria, so heisst es, sei die Stelle an der
sie den Maertyrertod fand.
5 Jahrhunderte spaeter
hatte ein Moench aus der Gegend des heutigen St. Katherin die
Vision, dass Engel den Koerper der Katherina auf den hoechsten
Berg trugen. Auf dem Gipfel dieses Berges, der daraufhin Katherinenberg
genannt wurde, fand dieser Moench die sterblichen Ueberreste,
von denen ein myrrhe-aehnliches Aroma ausging.
Bis heute sind Kopf
und linke Hand der Hl. Katherina in der Kirche der Verklaerung
aufbewahrt. Jedes Jahr am 25. November feiern die Moenche den
Jahrestag ihres Maertyrertodes mit einer grossen Prozession.
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Mosesberg,
auch Berg Horeb oder Berg Sinai genannt und bekannt unter
dem arabischen Namen Jebel Mussa wird in den 3 grossen monotheistischen
Religionen geehrt.
Der Moses-Pfad oder Sikket Sayydna Mussa, beginnt in einem langsamen
Aufstieg und wird steiler bis er schliesslich im Elias-Tal endet.
Die beiden Kapellen, die hier stehen, sind dem Propheten Elias
geweiht. Hier so heisst es, erschien Gott dem Propheten. Der letzte
Teil des Aufstiegs fuehrt ueber in Fels gehauene Stufen zur Bergspitze.
Kurz unterhalb der Spitze in einer natuerlichen Mulde meint man
den Fussabdruck eines Kamels zu erkennen. Und so heisst es in
einer beduinischen Geschichte, das dies der Ort war, an dem der
Prophet Mohamed seine Nachtreise in das Paradies (Lailat el Qadr).
Die Muehen eines 3 stuendigen Aufstiegs werden mit einer wunderschoenen
Aussicht belohnt.
3600 Stufen – von einem
Moench als Bussauferlegung in Kleinarbeit kunstfertig arrangiert
- fuehren zum Tor des Stephanos. Hier nahm dieser den Pilgern
die Busse ab, bevor sie ausgestattet mit der Absolutiuon, den
Mosesberg besteigen durften.Der steile Weg fuehrt durch ein wunderschoenes
landschaftliches Panorama, das Aroma der hier wachsenden Kraeuter
immer gegenwaertig und mit zwitschernden Voegel als Begleiter.